„Warum wird denn hier
kein *.doc Format mehr verwendet, das kann doch jeder öffnen, das ist doch
so was wie ein Standard“
Nun, erstens ist das Word Format weit davon entfernt ein
Standard zu sein und zweitens versteht es nur jeder, weil er eine gekaufte oder
gecrackte Microsoftsoftware unter Microsoft Windows am Laufen hat.
Davon ganz abgesehen, kostet mich ein neues Windows und eine neue Wordversion mindestens 300Euro. Soviel ist mir die Schülerhilfe dann doch nicht wert!
Es gibt aber noch weitere
Gründe für mich, nicht mehr dieses *.doc Format zu nutzen.
1. Es ist proprietär, d.h. es wird nur von dieser einen Software „Microsoft-Word“ 100%ig richtig verstanden. Was ist, wenn Microsoft also wieder (in beispielsweise 3 Jahren) entscheidet, dass ich wieder eine neue Software kaufen muss, obwohl die alte es doch eigentlich prima tut?
Was bleibt dem armen Kunden? Er muss ich neue kaufen.
Word war mal richtig preiswert und das Format konnte jedes Programm lesen, doch im Laufe der letzten 10 Jahre so scheint es mir, hat Microsoft das Format für andere Software schwerer zu lesen gemacht und gleichzeitig die Preise erhöht. Ein Zufall?
2. Microsoft hat über Jahre alles dafür getan, eine Markt
beherrschende Position zu bekommen. Für eine Firme ein verständlicher Schritt -
schließlich muss man die Konkurrenz in Schach halten, aber muss ich das unterstützen? Was habe
ich von einem Quaimonopol einer Firma - meiner Meinung nach nur Nachteile - wie
z.B. einen zu hohen Preis.
Mittlerweile glauben wirklich viele Leute *.doc sei aufgrund seiner starken Verbreitung ein Standard. Ist es aber nicht. Wie auch, wenn ihn nur eine einzige Software richtig versteht!
Der aktuelle, quelloffene Standard, der auch noch in 100 Jahren von sehr vielen Programmen verstanden werden wird, ist das Open Office-Format *.odt. Es wird von vielen Textarbeitungen verstanden (z.B. neben Open Office, AbiWord, Scribus, Google Text & Tabellen, NeoOffice, Star Office auch von Kwriter, usw.) und seine Spezifikationen liegen offen. Es ist also jedem Hersteller möglich, es kostenlos in seine Software zu integrieren. Einige Regierungen und Bundesländer benutzen es mittlerweile für ihre Behörden ausschließlich *.odt.
*.odt bietet langfristig eine viel größere
Sicherheit und v.a. aber eine Unabhängigkeit.
Konsequenzen für mich:
Da ich also entschlossen habe, meine persönliche Freiheit, vor dem Monopol dieser einen großen, und so kommt es mir zumindest vor, alles dominierenden Firma, wieder zu erlangen, habe ich entschlossen den Wechsel zu wagen.
Konsequenzen für
Euch:
Es tut mir sehr leid, wenn ihr in Zukunft nicht mehr mit Word meine Texte öffnen könnt. Zum Glück gibt es genügend Programme, welche meine Texte öffnen und lesen können. Ich persönlich nutze Open Office (link siehe unten). Es ist ein prima Programm, was sehr viele Funktionen hat und eine spitzenmäßige Textverarbeitung und Tabellenkalkulation (und sogar noch vieles mehr) ist. Das beste daran, es ist Open Source (also Quelloffen - und einsehbar) sowie gratis für jeden! Die Downloadadresse steht unten. Wer privat keinen schnellen Internetanschluss hat, kann gerne fragen, dann werde ich Euch weiterhelfen. Denn Open Office darf von jedem kopiert und weitergegeben werden.
Also, vielleicht denkt jeder von Euch mal kurz über die
waren Kosten seiner Software nach und hinterfragt mal seine Sichtweise. ich
habe es getan - und bis jetzt nicht bereut.
Lesenswertes zu
diesem Thema:
http://www.heise.de/open/artikel/85736
http://de.wikipedia.org/wiki/Odt
Open Source - deshalbfrei.org